Junge und Junggebliebene sangen gemeinsam vor begeistertem Publikum

Der engagierte Männerchor Götzis und der neue, bestens aufgestellte
Projektjugendchor am Kumma entzündeten ein vokales Feuerwerk mit dem Titel
„Vokal Total“.

„Chor-Guru“, wie Oskar Egle in der Chorszene liebevoll und wertschätzend genannt wird, Chorleiter des Männerchor Götzis, war die treibende Kraft  für dieses interessante, abwechslungsreiche und auch optisch ansprechende Gemeinschaftskonzert. Vorausgegangen war die Idee, Jugendlichen aus der Kummenberg-Region die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam der Chormusik nachzuspüren.

Federführend bei der Gründung dieses Projektchores waren Gerd Loacker und Roland Repnik, die viel Zeit und Engagement in „Ihr Kind“ investierten. So nützten 40 Mädchen und 10 Burschen im Alter zwischen 14 und 26 Jahren diese Chance und erarbeitetet mit ihrem erfahrenen Chorleiter Paul Burtscher Lehrer an der Mittelschule Götzis, Chorleiter und Profi im Umgang mit Kindern und Jugendlichen – an zwei Probenwochenenden, Songs aus den unterschiedlichsten Stilrichtung-en.

Mit erheblicher Vorfreude und der nötigen Spannung  erwarteten die jungen Sängerinnen und Sänger das Debut mit dem Männerchor Götzis auf der großen Bühne AMBACH.

Am Samstag, den 13. Mai um 20.00 Uhr war es dann soweit. Der Männerchor Götzis und der Projektjugenchor am Kumma entzündeten im ausverkauften Saal der Kulturbühne AMBACH, ein spezielles, vokales Feuerwerk.

Gemäß dem Vereinsmotto „Die Kunst des Schönen“ zu pflegen, eröffnete der Männerchor den Konzertabend. Nach der Begrüßung folgten „Die Nacht“ von Franz Schubert und „I Will Praise Thee, O Lord“ von Knut Nystedt. Vor dem gemeinsamen Lied „Liedle, Liedle“  sang der Jugendchor das Lied „Kom!“ von Monica Aslund.

Nun war der Jugendchor durchgehend an der Reihe, den ersten Teil des Abends zu gestalten. Gleich zu Beginn wurden die Zuhörer ermuntert, beim Lied „Rumpedibung“ und „Bim Bam“ mitzusingen, was sofort für eine gute und besondere Stimmung sorgte. Es folgten „Funky Japanese“ von Klaus Gramß, „Down in the river to pray“ ein Spiritual nach dem Satz von Moritz Guttmann, „Vela! Hoya Ho!“ ein traditionelles Lied aus Südafrika, „Das Rendezvous“ und „Der Platzregen“ von Oliver Gies und als lautstark geforderte Zugabe „Roads“ von Steve Dobrogosz.

Ob mit rhythmischer Präzession oder auf den Spuren von Nippon, ob im afrikanischen Dialekt oder in den Fußstapfen von Maybebop, der Projektjugendchor überzeugte mit vierstimmigem Gesang und mitreißender Begeisterung,  mit choreograph-ischem Charme und solistischen Einlagen. Wenn man weiß, dass diese ausgezeichnete Leistung, an „nur“ zwei Wochenenden erarbeitet worden ist, verdient diese Tatsache besondere Anerkennung und Achtung.  Möglich gemacht hat dies, die einfühl-same und routinierte Chorarbeit von Paul Burtscher. Sichtlich begeistert vom Auftritt und den Gesangsleistungen des Jugend-chores gingen die Besucher in die Pause.

Nach der Pause war der Männerchor Götzis an der Reihe, das Publikum zu begeistern. Der Chor präsentierte gleichsam die Uraufführung des gesamten Wettbewerbsprogramms für Lindenholzhausen. Vom 25. bis 28. Mai wird der Männerchor Götzis am Harmonie Festival 2017 teilnehmen. Dieses besondere Chorfestival, an dem rund 220 Chöre und Folkloretanz- und Musikgruppen, mit circa 6100 Sängern, und Musikern aus weltweit 37 Nationen und Kulturen teilnehmen, findet alle 6 Jahre in Limburg/Lindenholzhausen statt. Der Männerchor Götzis wird sich dabei in 2 Wettbewerben mit anderen Chören messen.

Also, frisch ans Werk! Mit viel Spaß und Einsatz und zusätzlich, durch den Auftritt der jungen Sängerinnen und Sänger motiviert, sangen die Männer „D‘Zit ischt do“ von Josef Reinhard und Casimir Meister nach einem Satz von Oliver Gies, „Die Minnesänger“ von Robert Schumann, „Lullabye“ von Billy Joel, „Túrót eszik a cigány“ von Zoltan Kódaly, „The Darktown Strutters Ball“ von Shelton Brooks, „Schäfer und Edelmann“ eine Thüringer Volksweise arrangiert von Edward Waesche, „Schlofliedle“ von Franz Bertolini nach dem Satz von Chorleiter Oskar Egle und „Bawo Thixo Somandla“ von Mxolisi Matyila nach einem Satz von Moritz Guttmann.

Bei den Darbietungen überraschten die Sänger mit sprachlicher Gewandtheit, akzentfreiem Ungarisch und afrikanischem Dialekt, schafften den Spagat vom Mittelalter zu Billy Joel und U2 und waren nicht zu halten, wenn es um choreographische Einlagen ging. Diese Leistungen verdanken die Männer der intensiven Vorbereitung und routinierten und unermüdlichen Probenarbeit des musikalischen Leiters des Männerchors Götzis, Oskar Egle.

Als gemeinsame Zugabe zelebrierten der Projektjugendchor und der Männerchor stimmungsvoll und mit viel Hingabe das Lied „MLK“ von U2.

Der nicht enden wollende Applaus der Zuhörer belohnte die Sängerinnen und Sänger für ihre Leistung und den kurzweiligen Abend und zeigte, wie sehr die Zuhörer von den Darbietungen und der Qualität des Gesanges dieses vokalen Feuerwerkes begeistert waren.

Es zeigt sich schon jetzt, dass die Gründung dieses Projektchores ein voller Erfolg ist und somit der richtige Weg zur Förderung junger Sängerinnen und Sänger eingeschlagen wurde. Und so steht dem Projektjugendchor, der Chorreise zum Festival der jungen Chöre vom 25. -28. Mai nach Melk, nichts mehr im Wege. Wir wünschen den jungen Sängerinnen und Sängern, viel gemeinsamen  Spaß, motivierenden Erfolg und ein unvergessliches Gemeinschaftserlebnis.

Macht weiter so! Es macht Spaß, euch zuzusehen und zuzuhören!

Ohne vielseitige Hilfe wären jedoch die Gründung und dieser Erfolg des Projektjugendchores am Kumma, gar nicht möglich gewesen. Deshalb möchten wir uns recht herzlich bei allen Trägern des Projektjugendchores für die Unterstützung und den besonderen Weitblick in Sachen Jugendförderung bedanken.                                                                                                               

Dank gilt: Chor Joy Hohenems, Gesangverein Harmonie Götzis, Kirchenchor Klaus, Männerchor Frohsinn Koblach, Männerchor Götzis, Männerchor Klaus, Vocale Neuburg Koblach.

Bruno Fleisch, Mai 2017